Shop-Agglomerations-Klassen (SAK) - Die etwas anderen Lagekriterien

Shop-Agglomerationsklasse (SAK) - der Begriff

Die Shop-Agglomerations-Klassen (kurz: SAK) sind eine von Shopunits entwickelte, standardisierte Methode zur Bewertung von Konsumlagen. Die Kriterien zur Bewertung eines Standortes setzen stellt auf drei Eigenschaften ab, die in einem bestimmten Umkreis (Radius) um einen Standort erfüllt sind. Diese Eigenschaften sind die vorhandene Anzahl an Ladengeschäften, unter besonderer Berücksichtigung von Großflächen und Magneten sowie die gesamte verfügbare Verkaufsfläche in diesem Radius.

Es wird zwischen folgenden Gruppen und Klassen unterschieden.

Gruppe A: Urbane Lagen bzw. Lauflagen

Bei den urbanen Lagen wie A- und B-Lagen bewegen sich die Konsumenten häufig zu Fuß von Geschäft zu Geschäft. Eine Lageeinteilung findet nach einem Umkreis von ca. 100m statt.

Shop-Agglomerationsklassen - Beispiel, Einkaufslage Dortmund-City

Abb.:
Beispiel einer großen urbanen Einkaufslage (SAK-groß)

Die urbane Lage besitzt folgende 3 Klassen:

1) SAK-klein:

Eine Einkaufslage ist erkennbar. - Die Gesamtverkaufsflächenanzahl im 100m Umkreis ist jedoch mit unter 4.000qm klein, ebenfalls die Anzahl der Vor-Ort ansässigen Shops. Beispiele sind: 1b, kleinere Passagen.

2) SAK-mittel:

Die Einkaufslage ist von örtlicher Bedeutung. - Die Gesamtverkaufsflächenanzahl im 100m Umkreis liegt über 4.000qm, jedoch unter 25.000qm. Die Anzahl der Geschäfte geht über 12 hinaus. Magneten können in der Lage vorhanden sein.

3) SAK-groß:

Die Einkaufslage ist von regionaler Bedeutung. - Die Gesamtverkaufsflächenanzahl im 100m Umkreis liegt bei über 25.000qm. Die Anzahl der Geschäfte liegt bei über 20. Magneten können im Umkreis vorhanden sein.

Gruppe B: Schwerpunkt  Fahrlagen

Findet die Bewegung des Kunden innerhalb der Konsumlage überwiegend mit dem Kfz statt, so liegt eine Fahrlage vor. Üblicherweise ist bei dieser Lage ein sogenannter Handelspark bzw. Einkaufspark gegeben. Innerhalb der Fahrlage wird die Güte eines Standortes im Umkreis von 250m bewertet und klassifiziert.

Entsprechend differenziert man folgende Klassen :

4) SAK-H-klein:

Ein kleiner Handelspark bzw. Einkaufspark liegt vor, wenn ca. 3-10 Großflächen im 250m Umkreis vorliegen. Ein Magnet ist nicht zwingend im Umkreis vorhanden.

5) SAK-H mit Kleinflächenschwerpunkt:

Am Standort befinden sich ca. 8-35 Geschäfte im 250m Umkreis mit einem höheren Anteil an kleineren Flächen.

6) SAK-H mit Großflächenschwerpunkt:

Am Standort befinden sich ca. 8-20 Geschäfte im 250m Umkreis mit einem hohen Anteil an Großflächen.

Gruppe C: Solitäre Lagen

7) SAK-V:

Der Standort befindet sich in einer solitären Lage und an einer größeren Straße, wie z.B. einer Ein- und Ausfallstraße.

8) SAK-C

Der Standort ist als Konsumstandort weniger geeignet, er besitzt keine größere Verkaufsfläche, keine oder nur sehr wenige Ladenlokale und liegt auch an keiner stark frequentierten Straße.

Unterschied der SAK zur den gängigen A-/B-Lageneinteilung (1a-Lage, 1b-Lage etc.)

In Rahmen der A-/B-Lageneinteilung wird ein Standort am Ende einer großen Fußgängerzone üblicherweise noch als 1a bezeichnet. Im Rahmen der SAK-Methode wird jedoch auf den direkten Umkreis der Immobilie abgestellt. Während ein Standort nach der A-/B-Lageneinteilung also noch eine 1a-Lage ist, fällt nach den SAK die Lagegüte zu den Rändern des Umkreises hin ab. So kann es sein, dass nur ein SAK-mittel oder sogar nur ein SAK-klein als Lagequalität erreicht wird.

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